Lineamento Verticale, 2005

Stahl, Höhe 18 m

Friedrich-List-Schule, Karlsruhe

Das Kunstwerk wurde im Sommer 2005 vor der Ostfassade des Neubaus der Friedrich-List-Schule am südöstlichen Stadteingang Karlsruhes aufgestellt. Die Stele entwickelt sich in einem Dreier- und Fünfer-Rhythmus pulsierend nach oben, sie wirkt zugleich in sich ruhend und in Bewegung gesetzt. Einfachheit und Komplexität, Stabilität und Labilität, Zeichenhaftigkeit und Differenziertheit erscheinen in einem Werk. Durch den Wechsel der Betrachterpositionen ergeben sich kontinuierlich unterschiedliche Ansichten. Abhängig vom Sonnenstand belebt das Spiel von Licht und Schatten variantenreich das Kunstwerk. Die Farbe der Stahlplastik entsteht durch Oxidation, changiert zwischen unterschiedlich intensiven Orange- und Brauntönen und verändert sich witterungsbedingt. Die Oberfläche ist pulvrig matt. Die Plastik erhebt sich direkt aus dem Boden. Über eine Stahlplatte (200/200 cm) ist sie 30 cm unter der gepflasterten Bodenoberfläche mit dem Betonfundament (385/385/120 cm) fest verschraubt. Die Arbeit ist somit insgesamt 18,3 m hoch. Die Breite bzw. Tiefe variiert zwischen 110 cm und 160 cm. Das verwendete Material ist 60 mm stark, das Gewicht beträgt 25 Tonnen. Das Kunstwerk wurde von der Braun Werft in Speyer als Stahlkonstruktion hergestellt. Die Statik rechnete das Büro IGP, Karlsruhe, das Fundament fertigte die Firma Weick, Karlsruhe